Checkliste: Fotografieren im Verein

Wohl dem, der in den Reihen seines Vereins einen passionierten Fotografen besitzt. Der vielleicht sogar einen Lokaljournalisten mit Fotokenntnissen oder gar einen professionellen Fotografen als Mitglied hat. Dann müssen Sie nicht weiter lesen, obwohl: Schaden kann es nicht, denn viel zu oft ärgert man sich nach Versammlungen, Ehrungen oder Meisterschaften über langweilige, unscharfe oder einfach schlechte Fotos.

Übrigens: Sie wundern sich, warum die Zeitung schon wieder nicht das Foto abgedruckt hat, das Sie mit der Pressemeldung mitgeschickt haben? Dann schauen Sie doch bitte noch einmal das Foto genau an – oder glauben Sie wirklich, dass ein anderer nur einen der 50 abgebildeten Personen erkennt? Es ist also Zeit für die

VereinsKULT-Tipps „Fotografieren im Verein“:

  1. Augen auf! Gerade, wenn mehr Menschen auf dem Bild sind, hat einer immer die Augen zu. Deshalb: Wichtiger als mit „Cheese“ zum Lächeln zu animieren, ist es deshalb, mit einem „bei 3 (=Abdrücken) bitte alle die Augen auf“ einen der häufigsten Fehler der Gruppenfotografie zu vermeiden.
  2. Viele Fotos = größere Auswahl! Lieber ein Foto zu viel als ein Foto zu wenig. Und wenn Sie noch so überzeugt sind, den Schnappschuss Ihres Lebens gemacht zu haben, drücken Sie in Zeiten digitaler Kameras lieber noch ein paar Mal auf den Auslöser. Die Erfahrung zeigt nämlich, dass viele Verwacklungen oder Unschärfen erst bei Vergrößerungen erkennbar werden.
  3. Scharf und hell! In Räumen immer mit Blitz arbeiten, denn nur die wenigsten Menschen können eine Kamera so lange ruhig halten, dass es ohne Blitz (und damit längerer Belichtungszeit) ein scharfes Bild gibt. Blitz ist Pflicht, das gilt auch im Freien generell bei Gegenlichtaufnahmen.
  4. Nah, näher, noch näher! Der häufigste Fehler des Photographen ist sein Wunsch, ALLES auf ein Foto bannen zu wollen. Die Folge: Man erkennt schließlich gar nichts mehr. Deshalb: So nah wie möglich an das Motiv ran, das man im Visier hat (dafür gibt es an der Kamera auch die Zoom-Funktion).
  5. Menschen! Wenn ein Verein das Miteinander als Merkmal herausstellt, sollte dieser auch auf Fotos zum Ausdruck kommen. Im Idealfall trifft man Menschen in direkter Interaktion (Gespräch, packen gemeinsam etwas an, agieren zusammen) auf einem Foto. Und wenn möglich: Bitte keine „steifen“ Stand-Gruppenfotos – das erhöht die Veröffentlichungswahrscheinlichkeit in Medien ungemein.
  6. Abwechslung 1: Unterschiedliche Motive! Immer nur Nahaufnahmen langweilen auf Dauer. Deshalb bereits beim Fotografieren das gesamte, spätere „Album“ im Kopf haben: Einmal die Szene als Ganzes, einmal ein wichtiges Utensil, dann Menschen im Gespräch usw.
  7. Abwechslung 2: Einmal andere Perspektiven! Hier kann man gerne mal ausprobieren, denn oft ergeben sich aus solchen Versuchen die schönsten Fotos, z.B. Ausschnitte (z. B. eines Details) oder Blickwinkel (z. B. von oben oder aus niedriger Höhe).
  8. Abwechslung 3: Feuerwehr-Kameraden sitzen auf dem Dach des Einsatzfahrzeuges, der Vorsitzende und der Kassier auf einem Tandem, Gartenfreunde balancieren Kürbisse – es gibt viele Möglichkeiten, eine Veranstaltung/ein Thema mit einem etwas anderen, bewegten Fotos sofort reizvoller u.a. für die Medien zu machen.
  9. Nicht vergessen: Bildtexte! Bei der späteren Darstellung der Fotos ist es elementar zu wissen, wer bzw. was drauf ist. Hier bitte die fotografierten Menschen – wenn nötig – höflich nach ihren Namen (Vor- UND Nachname) fragen (oder anderweitig in Erfahrung bekommen) und lokal benannt (von links nach rechts: X, Y, Z.) als Bildtext dazu geben.
  10. Das Wichtigste zum Schluss: Um Erlaubnis fragen! Es gebietet nicht nur die Höflichkeit, sondern auch das Recht am eigenen Bild, jeden zu fragen, ob man ihn fotografieren UND das Foto eventuell für eine Veröffentlichung verwenden darf. Wer sicher gehen will, hält hierfür ein entsprechendes Formular für eine Einverständniserklärung bereit.
  11. Sind die Tipps hilfreich? Fehlt noch ein Tipp in unserer Foto-Checkliste? Wie immer freuen wir uns über eure Meinung oder eine Empfehlung via Kommentar-Funktion oder einfach per eMail an blog@vereinskult.de

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