Nationalspieler und ihre ersten Vereine

Einmal zur Klarstellung: ALLE SPIELER, die in ihren Nationalmannschaften um die Qualifikation für die anstehenden Weltmeisterschaften kämpfen, spielen auch in VEREINEN. Zugegebenermaßen in meist großen, berühmten Vereinen. Doch alle haben sie klein angefangen und sich ihre ersten Fußballsporen nicht selten in einem Verein aus der Provinz (Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel) verdient.

Manuel Neuer. Er ist unser UND unbestritten der weltbeste Torwart, der nicht nur auf der Linie, sondern immer wieder auch als Verteidiger eine klasse Figur macht. Der Schlussmann des FC Bayern München hatte es aber nicht immer leicht – 2011 hatten die Fans seines ursprünglichen Heimatvereins durchaus Probleme mit seinem Wechsel zum Rekordmeister. Kein Wunder, denn einmal FC Schalke 04, bedeutet für viele: Immer Schalke 04.

Jérome Boateng. Der Innenverteidiger und einer der Anführer in der Mannschaft ist ein echtes Berliner Kindl und begann seine Fußballerkarriere – nein, nicht bei der Herta, sondern als Zehnjähriger in der Jugend von Tennis Borussia Berlin. Drei Jahre später zog es ihn aber dann doch zu Herta BSC.

Jonas Hektor. Vor der EM kannten ihn noch nicht so viele, in der Vorrunde spielte der Linksverteidiger des 1. FC Köln allerdings solide auf und entwickelt sich immer mehr zum Stammspieler des Nationalteams. Sein erster Verein war der SV Auersmacher.

Mario Götze. Die hängende „9“ im Team und Schütze des Endspiel-Tores, das Deutschland 2014 in Brasilien zum Weltmeister machte, ist nicht ganz glücklich bei seinem aktuellen Verein FC Bayern München. Vielleicht denkt er dabei auch manchmal an die schönen Zeiten in seinem allerersten Verein, dem SC 1919 Ronsberg im Landkreis Ostallgäu zurück.

Mats Hummels. Der zweite Teil des kongenialen Innenverteidiger-Doppels, ist zwar im Rhein-Main-Gebiet geboren – da sein Vater aber als Juniorentrainer zum FC Bayern München ging, fing auch der Junior beim Rekord-Meister an. Die Geschichte ist bekannt: Mats ging zu Borussia Dortmund, wurde dort berühmt, und wechselt 2016 für viel Geld wieder zu den Bayern.

Joshua Kimmich. Die Entdeckung der diesjährigen Europameisterschaft verdient seit 2015 sein Geld beim FC Bayern München. Ohne Zweifel fiebern besonders die Mitglieder des VfB Bösingen 1920 e.V. mit, wenn der rechte Außenverteidiger spielt, denn: Hier begann seine Fußballerkarriere.

Sami Khedira. Die gesetzte „6“ im deutschen Team, wurde als Achtjähriger von Spähern des VfB Stuttgart entdeckt, wo er auch blieb, bis er erst zu Real Madrid und dann zu Juventus Turin wechselte. Davor aber trat Sami beim TV Oefinngen in Fellbach gegen das runde Leder.

Toni Kroos. Der begnadete Mittelfeldspieler in Diensten von Real Madrid lernte Fußball beim Greifswalder FC, dessen erste Mannschaft bis zur Saison 2002/2003 in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern spielte. Danach wurde der Verein aufgrund Insolvenz aufgelöst, sein prominentester Sohn hat definitiv keine Geldsorgen.

Thomas Müller. Der Spieler mit den besonderen Laufwegen und einer Unbekümmertheit, wie sie sonst kaum noch im Profisport zu finden ist, war nicht nur Ministrant in seinem Heimatort Pähl, sondern auch bis zum Wechsel in die D-Jugend des FC Bayern München auch Stürmer beim TSV Pähl.

Mesut Ösil. Genialer Spielmacher, Weltmeister und Führungsfigur beim FC Arsenal London – dennoch leidet er unter dem Vorwurf, sich zu verstecken, wenn es eng wird. Ein Urteil, das Rot-Weiss Essen, wo er als Jugendlicher fünf Jahre lang spielte, sicher nicht teilt.

Bastian Schweinsteiger. Der mittlerweile ergraute Mannschaftsführer begann bereits als Dreijähriger beim FV Oberaudorf Fußball zu spielen. Danach ging es zum TSV 1860 Rosenheim und schließlich zum FC Bayern, wo „Schweini“ zum Fußballweltmeister, zu Bastian und zur Legende heranreifte.

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